Die Mission Innovation Austria Conference hat die Mission Innovation Austria Awards verliehen. Diese würdigen in vier Kategorien herausragende Leistungen von Persönlichkeiten, Unternehmen und Projektteams in den Bereichen Energiewende, Kreislaufwirtschaft und klimaneutrale Stadt.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Klimaschutzinnovationen Made in Austria sind seit Jahren zentraler Treiber der Energiewende. Die Preisträger:innen der heurigen Awards beweisen einmal mehr: Österreich ist ein wesentlicher Treiber für Zukunfts- und Energietechnologien, die den Weg für eine klimafreundliche Zukunft ebnen. Ich gratuliere allen Preisträger:innen herzlich und bedanke mich für ihr Engagement für den Klimaschutz. Genau diese Ideen sind es, die uns unserem Ziel, der Klimaneutralität 2040, näher bringen.“

Klima- und Energiefonds Geschäftsführerin Theresia Vogel: „Gerade in der Industrie stehen wir vor enormen Herausforderungen. Prozesse müssen klimafreundlich werden, gleichzeitig ist der Druck am globalen Markt enorm. Österreich ist durch sein Engagement im Rahmen der ,Net Zero Industries Mission‘ ein internationaler Treiber von Innovation in diesem Bereich – und ich freue mich, dass wir auch bei den Awards dieses Thema abdecken.“

Markus Achleitner, Wirtschafts- und Energie-Landesrat des Partnerbundeslandes Oberösterreich, freute sich besonders über zwei Siegerprojekte aus Oberösterreich. „Die Mission Innovation Austria Conference ist eine Leistungsschau heimischer Industrie und Forschung, die zeigt: Wir haben die Technologien und das Know-how, um die Transformation des Energiesystems zu gestalten.“

 

 Die Videos der Gewinner sind online abrufbar zum Nachschauen.

 

Siegerprojekt Kategorie “Local Hero”: Geschlossener Recyclingkreislauf rPET Becher für Schulmilch

Zirkuläre Wertschöpfungsketten brauchen das Zusammenspiel von unterschiedlichen Akteur:innen und einer regionalen Verankerung. Dem Konsortium ist die Umsetzung von Kreislaufwirtschaft bereits in einem Teilbereich gelungen. Die Lösung soll als Vorbild für richtungsweisende Entwicklungen entlang der Wertschöpfungskette wirken. Im Pilotprojekt sind alle relevanten Akteur:innen des Produktlebenszykluses – von der Verpackungsindustrie bis hin zu den Schulmilchbauern – mit an Bord.

 

Siegerprojekt Kategorie „Tech Solution“: Rotationswärmepumpe von ecop Technologies GmbH

Um die Klimaziele 2040 erreichen zu können, müssen alle Möglichkeiten zur effizienten Nutzung von Energie ausgeschöpft werden. Bei der industriellen Prozesswärme gibt es noch Potenzial – etwa durch den Einsatz innovativer Wärmepumpen. In der Kategorie „Tech Solution“ geht der Award an die ecop Technologies GmbH, einem österreichischen Clean-Tech-Start-Up. Bei ihrem Siegerprojekt, einer hochinnovativen Rotationswärmepumpe, steht Innovation und Umsetzbarkeit im Vordergrund. Im Gegensatz zu konventionellen Wärmepumpen ist sie hochtemperaturfähig, hocheffizient und umweltfreundlich. Sie schafft Temperaturen bis zu 150°C, wobei die Temperaturniveaus flexibel sind. Partner und Pate für diesen Award sind der Klima- und Energiefonds und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft.

 

Siegerprojekt Kategorie “Entrepreneur”: VIRIDAD

Zur Energie- und Klimawende gehören neben den richtigen Technologien auch ausreichende Finanzmittel. Die EU-Taxonomie stellt diesbezüglich Klein- und Mittelbetriebe und auch die Finanzwirtschaft vor neue Herausforderungen. Dafür braucht es innovative Start-Ups, die serviceorientierte Lösungen für diese komplexe Fragestellung auf den Markt bringen. Denn damit kann Nachhaltigkeit in die tägliche Entscheidungsfindung einfließen. Gewinner in der Kategorie „Entrepreneur“ ist das Projekt VIRIDAD. Die VIRIDAD GmbH überzeugte die Jury mit der Entwicklung eines Tools, das dabei hilft, Geld „grün“ zu veranlagen. Dem Team ist es gelungen, ein sehr komplexes Thema mit hoher Relevanz durch ein servicefreundliches Tool gut aufzubereiten, darüber hinaus weist eine hohe Skalierbarkeit auf. Die Patenschaft übernehmen die Austria Wirtschaftsservice und Österreichs Energie.

 

Siegerprojekte Next Generation

In der Kategorie „Next Generation“ wurden zwei Arbeiten ausgezeichnet, die innovative Lösungsansätze für praktische Problemstellungen im missionsorientierten Innovationsschwerpunkt Energiewende behandeln.

Der 1. Preis ging an Daniel-Leon Schultis für seine Arbeit zur dezentralen Spannungsregelung im elektrischen Energiesystem. Er hat im Rahmen seiner Dissertation ein neues Verfahren entwickelt, das es erlaubt, jedem Netzmodul die vorhandenen Ressourcen optimal zu koordinieren. Dabei werden die internen Netzkapazitäten voll ausgeschöpft. Der 2. Preis ging an Thomas Eberle, der sich in seiner Masterarbeit mit dem Thema der saisonalen Energiespeicherung beschäftigt. Der Fokus liegt hierbei auf zukünftigen Plusenergiequartieren. Diese sollen zukünftig den Energieträger Wasserstoff als saisonalen Energiespeicher verwenden.

Die Awards der Kategorie wurden heuer von Sektionschefin Henriette Spyra in Vertretung von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler übergeben. Der Gewinner darf sich über ein Preisgeld von 2.000 Euro freuen, der 2. Platz ist mit 1.000 Euro dotiert.

Eine ausführliche Version der Meldung wurde über OTS versendet.