Die Entwicklung von integrierten, regionalen Energiesystemen spielt bei der Transformation des Energiesystems eine Schlüsselrolle. Doch wie lassen sich Innovationen, die ganze Systeme betreffen, in der Praxis entwickeln und testen? Die Umsetzung von Reallaboren ist Teil der Energieforschungsinitiative im Nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP). Was können wir aus bisherigen Erfahrungen lernen?

ZUM STREAM

Das Klimaschutzministerium lädt im Jahr 2021 zu einem Fachdialog ein. Es sind Workshops, Seminare und andere Dialogformate im Rahmen der BMK-Reihe „Mission Innovation Austria Online“ geplant. Ziel ist es, einen gemeinsamen Überblick zum Stand des Wissens über die Planung, die Etablierung und den Betrieb von Reallaboren zu gewinnen. Gemeinsam sollen Schlussfolgerungen für die weitere Umsetzung in Österreich gezogen werden. Durch den Fachdialog werden laufende und neue Initiativen in ihrer Arbeit unterstützt und die Ergebnisse fließen in die Gestaltung zukünftiger FTI- Ausschreibungen des BMK ein.

 

Weiterführende und jeweils aktuelle Informationen zum Fachdialog gibt es auf der Website:
Die Energiewende proben – (wie) geht das?

 

 

 

Bei der Online Veranstaltung am 25.03.2021 steht der Erfahrungsaustausch zu entscheidenden Faktoren bei der Umsetzung zu Reallaboren im Mittelpunkt. Akteure bereits laufender Initiativen berichten über bisherige Erfolge und Hürden. Proponenten neuer, gerade entstehender Projekte diskutieren ihre Ansätze.

 

Anmeldung

Agenda

Moderation: Hemma Bieser (avantsmart), Michael Wedler (B.A.U.M. Consult)

 

 

Teil 1 (13.00 – 14.30 h) öffentlich

 

13.00 – 13.40 h: Reallabore – mehr als Demoprojekte und Sandboxes!

 

Begrüßung und Eröffnung

Florian Maringer, Kabinett der Bundesministerin für Klimaschutz 

 

Impulsvortrag: Bereits existierende Kategorien von Reallaboren

Michael Wedler (B.A.U.M. Consult)

 

Berichte aus der Praxis – So geht Innovation für die Energiewende

 

Andreas Schneemann (Act4Energy) und

Mathias Schaffer (Energie Steiermark, Innovation)

 

im Interview mit Hemma Bieser

 

 

13.40 – 14.00 h: Vision trifft Region trifft Innovation

 

Wie sieht Ihre Vision einer 100 % Region aus?

Was brauchen Sie für die Umsetzung Ihrer Vision?

Welche Technologien, Energiesysteme oder Ideen für Innovation möchten Sie in einem Reallabor entwickeln und ausprobieren?

 

Lösungsanbieter, ForscherInnen und VertreterInnen aus Klima- und Energie-Modellregionen pitchen ihre visionären Ideen

 

 

14:00 – 14:30 h: FTI- Initiative „100%-Erneuerbare-Energie Labore“ und Publikumsdialog

 

Die Intentionen der FTI- Initiative „100%-Erneuerbare-Energie Labore“

Michael Hübner (BMK)

 

Dialog und Expert*innen Statements

 

 

 

 

14.30 – 14.45 h: Kaffee Pause

 

Teil 2 (14.45 – 17.00) ausschließlich mit Voranmeldung

Moderation: Hemma Bieser (avantsmart), Michael Wedler (B.A.U.M. Consult)

 

Begrüßung und Vorstellung des Ablaufs

 

Best of FAQs: Klärung häufig gestellter Fragen im Zusammenhang mit der aktuellen Ausschreibung von Konzeptentwicklungen

Katrin Bolovich (FFG)

 

Fragen und Antworten

 

15:15 – 16:30 h: Interaktive Workshops in Breakout Sessions

 

Vorstellung der 4 Thementische und der jeweiligen Hosts

Einteilung in vier Break-out Räume

 

Wichtiger Hinweis: Wir werden gemeinsam das digitale Whiteboard Miro verwenden. Den Link zum Board erhalten Sie nach der Anmeldung.

 

Im Format eines World Cafés werden wir in vier Gruppen folgende Themen diskutieren:

 

Thema 1: Energiewende-Mehrwert

 

  • Welche Vision habe ich für meine Region?
  • Wie leite ich daraus eine Strategie ab (Backcasting-Ansatz)?
  • Welche thematischen oder methodischen Schwerpunkte setze ich, abgeleitet aus der Bedarfslage und Entwicklungsperspektive vor Ort? (Energieträger, Sektoren, sektorübergreifend, Branchen, Zielgruppen)
  • Welches wesentliche „Delta“ bzgl. technischer, sozioökonomischer, rechtlicher Innovationshub oder Dekarbonisierungseffekt liefert mein Reallabor-Ansatz?
  • Welche regionalwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wirkungen verbinde ich damit?

 

 

Thema 2: Wer sind die relevanten Akteure in einem Reallabor?

 

  • Welche Akteure sind für meinen Transformationsprozess relevant und wie binde ich sie ein?
  • Was sind die verschiedenen Rollen von Kommunen, Wirtschaftspartnern, Energieunternehmen, Wissenschaftspartnern und wie orchestriere ich diese ko-kreativ und frühzeitig in Wertschöpfungsnetzwerken (Energy Communities als EIN Element)?
  • Mit welchen Organen steuere ich das Zusammenspiel (Kümmerer, Innovationsantrieb) und was sind mittelfristige „Betreibermodelle“ für das Management?

 

 

Thema 3: Was ist eine typische Region? (Klärung des Regionsverständnisses)

 

  • Habe ich eine Region identifiziert, die für einen bestimmten Regionstyp steht?
  • Eine Region, in der prototypische Lösungen vorgezeigt werden können, die auch für andere ähnliche Regionen multiplizierbar wären?
  • Wie komme ich zur an meine Problemstellung/Bedarfslage angemessenen Regions-/Systemabgrenzung?
  • Welche Kriterien/Kategorien helfen mir bei der Beschreibung meiner regionaltypischen Situation? (Geografische Lage, Funktionale Zusammenhänge, Topografie der wirtschafts- und Energieinfrastrukturen, Erzeugungskapazitäten/potenziale/Verbrauchssenken, gesellschaftliche Besonderheiten)
  • Wie gewährleiste ich die Übertragbarkeit auf andere ähnliche Regionen Österreichs?

 

 

Thema 4: Phasen eines Reallabors

 

Sondierungsphase: Handlungsbedarf klären

  • Welchen Erkenntnisgewinn ziehe ich aus der Sondierungsphase bzgl. anschließenden organisatorischen Handlungsbedarf, finanzieller Unterstützungsbedarf (nicht nur Förderinstrumente), Wissensbedarf (nicht nur F&E), Ressourcenbedarf (Personal, Qualifikation, Kapital), Innovationsbedarf (Veränderung bisheriger Prozesse), rechtlicher Anpassungsbedarf (nicht nur regulatorisch)?

 

Umsetzungsphase: Instrumente und Prozesse testen

  • Welche erprobten Instrumente und Prozesse zeigen Erfolge/Misserfolge bzgl. Finanzierungsinstrumente, Partizipationsmethoden, Akteurseinbindung, regionaler Wertschöpfung?
  • Welche Umsetzungen finden jenseits des klassischen F&E-Instrumentariums statt, benötigen andere Unterstützungsformate?

 

Auswertungsphase: Wirkung & Transferpotenzial identifizieren

  • Welche Dekarbonisierungswirkung oder weitere Erfolge zur Energiewende sind erzielt worden?
  • Welche Erkenntnisse und Methoden, Modelle können verallgemeinert werden?
  • Welche Förderinstrumente konnten optimal/ suboptimal eingesetzt werden?
  • Welche Voraussetzungen müssen überregional geschaffen werden, damit die Massentauglichkeit gegeben ist?

 

Verbreitung und Verstetigung: 

  • Wie leite ich rechtzeitig eine regionsweite Einführung und Etablierung meiner Energiewendelösung ein?
  • Wie stelle ich die langfristige (Anschluss-)Finanzierung der Steuerungs- und Koordinationsstrukturen sicher?

 

 

 

16:30 – 17.00 h: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick zum Fachdialog

Michael Hübner, Hemma Bieser, Michael Wedler, Arno Gattinger

 

Anmeldung